Casino Geschichten

Wahnsinn dein Name ist Vegas - Las Vegas!

Wer je selbst mit dem Auto Stunde um Stunde durch die schier endlosen Busch-Wüsten der US-Bundesstaaten Nevada und Oregon, im ehemals Wilden Westen, gefahren ist, der kann bestätigen: Hier ist eigentlich die Zivilisation zu Ende. Wäre da nicht ein winziger grüner Fleck auf der Landkarte, an dem es Tag und Nacht nicht dunkel wird, und von dem man echt sagen kann: Hier steppt der Bär, rund um die Uhr- hier ist Las Vegas!
"Jornada de muerte!" , so nannten die ersten spanischen Händler die Route durch die Wüste Navadas, an der das heutige Las Vegas liegt- die "Reise in den Tod!". Allerdings war das Fleckchen Las Vegas eine Art fruchtbare Oase, wie der Name "Weide" oder "Wiese" auf deutsch belegt. Dieses Gottesgeschenk für reisende Händler und Trecks auf dem Weg an die Westküste wurde schnell zur Handelsstation ausgebaut. Was dann (auch hier) folgte, war exemplarische US-Geschichte: Die Indianer wurden per Feuerwasser und Feuerwaffen aus dem Weg geräumt, und als nächstes wurde der Weg frei gemacht für die Eisenbahn Los Angeles-Las Vegas- Salt Lake City. Mittlerweile war das Jahr 1931 angebrochen, ganze 5301 Einwohner hatten sich im Dorf Las Vegas angesiedelt, einem Fleckchen, in dem "der Hund begraben" war. Doch sollte sich ab sofort ändern.

Der Staat Nevada beschloss nämlich, die leeren Kassen etwas zu füllen und erließ 2 Gesetze, die es allerdings in sich hatten: Glücksspiele wurden erlaubt, Scheidungen wurden nach 6 Wochen Wartefrist im Staat als eine Art Schnellbleiche eingeführt. So wollte man zahlungskräftige Besucher herbeilocken, Las Vegas erhielt in diesem Zusammenhang 6 Kasino-Lizenzen. Ganze 72 Jahre ist es also her, seit unter diesen beiden Gesetzen die Tinte trocken ist- und Las Vegas darf sich mittlerweile Millionenstadt nennen, bei 1.4 Millionen Einwohnern, um ganz genau zu sein!

Was für eine Stadt! Von Astronauten wissen wir, das die Stadt, die am hellsten von den USA aus bei Nacht ins All scheint Las Vegas ist- nicht New York, nicht Chicago oder Los Angeles.

Dabei ist dieses optische Phänomen keine Überaschung, wenn man weiß, daß bei Dunkelheit hier 25.000 Kilometer Neonröhren für vibrierende Ausstrahlung sorgen. Überhaupt scheint in Las Vegas alles irgendwie gigantischer als die normale Wirklichkeit. Hier finden Sie das größte Hotel der Welt, das MGM Grand mit stolzen 5.034 Zimmern; kein Hotel war je teurer als das Bellagio, das sich die Eigentümer schlappe 1.6 Milliarden Dollar kosten ließen. Insgesamt findet der Besucher bei 125.000 Hotelzimmern ein umfassendes Angebot, schließlich sind 14 der 15 größten Hotel der USA in Las Vegas. Ein Rekord jagt den anderen! Allerdings werden die Zimmer auch dringend benötigt: Jährlich besuchen 35 Millionen Gäste die Stadt.

Gäste, die sich in aller Regel hier amüsieren möchten- und denen man rund um die Uhr echt etwas bietet. Zum Beispiel können sie in einem der rund 250 Kasinos ihr Glück versuchen: Roulette, Black Jack, Poker, Craps (Würfelspiel)- wie immer man seine Sparkreuzer loswerden will, jeder findet seinen Weg. Wer eher in kleiner Münze zocken möchte, auf den warten mit offenen Mäulern Tausende von Spielautomaten, buchstäblich wo immer man geht und steht. Egal, wo sich sich aufhalten, selbst in der Tankstelle, im Waschsalon oder im Kasino auf der Toilette, blinkende und blitzende Automaten lassen die Besucher in die Tasche greifen und ein paar Münzen heraus holen, die mit einem scheppernden Geräusch im Bauch des Automaten verschwinden.

Aber man kann nicht nur überall spielen, die Kasinos, Restaurants, Bars und Hotels mit ihren Unterhaltungsprogrammen sind auch rund um die Uhr geöffnet. "Ladenschlußgesetze" stehen hier als englisches Wort nicht einmal im Lexikon. Schnell findet sich der Besucher in den typischen Tages-oder besser Nachtablauf der Stadt. Meist beginnt der Abend in einem der großen Hotels mit dem Besuch einer Dinner-Show, Abendessen für 2-3.000 Gäste, wahlweise Riesen-Steak oder Riesen-Fisch, meist sehr gut und erstaunlich preiswert. Danach wird abgeräumt und auf der Bühne läuft dann ein rund 2-stündige Live-Show mit den berühmtesten Entertainern unserer Tage- von Tom Jones, über Joe Cocker, Robbie Williams, Cliff Richard, Neil Diamond bis Diana Ross.....hier erlebt man wirklich die beste Unterhaltung, die Geld kaufen kann. Mit diesen attraktiven Angeboten zu sehr vernünftigen Preisen will das Kasino allerdings einen Nebeneffekt erreichen: Nach guten gutem Speis und Trank und nach einer tollen Show in bester Stimmung, geht der Gast als nächstes meist sofort ins Hotelkasino, um dort in der Regel mehr als eine Handvoll Dollars "anzulegen". Und wer seine Möglichkeiten nicht überschreitet, hat auch beim Spielen seinen Spaß. Schließlich kann man dabei auch tüchtig abräumen- so hat die Kellnerin Cindy Jay im Januar 2002 im Desert Inn-Kasino den stolzen Jackpot von 34,9 Millionen Dollar an einem Automaten gewonnen, bei Hundert Dollar Einsatz. Und wie sagte dazu unser Taxifahrer dazu so treffend:
"Hey, this is Vegas, man!"

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