Roulette Systeme

Roulette - Gibt es Systeme zum Spielerfolg?

Eines der größten Mysterien ist die Welt der Systeme für Glücksspiele. Dabei wird versucht, mit unterschiedlichen Einsätzen die Chancen Positiv zu manipulieren. Was immer man Ihnen erzählt, auf lange Sicht gesehen verlieren Sie beim Glücksspiel..
Egal, wie Sie setzen, das Verhältnis von Gewinnen zu Verlusten wird bei einer sehr großer Zahl von Spielen, die Sie mitmachen, sich immer näher an die Konstante annähern, die spielbedingt festgelegt ist. Ein großes und seriöses Casino etwa zahlt rund 97% der Einsätze wieder aus. Allerdings: Das "Gesetz der großen Zahlen", nach dem Sie sicher verlieren, erreichen Sie meist gar nicht. Bis dahin können Sie durchaus eine "fette Beute" erspielen.

Das Martingale-System ist bestimmt auch Ihnen bekannt und ist schon sehr alt. Hier wird einfach immer ein bestimmter Einsatz getätigt. Bei einem Verlust wird der Einsatz anschließend verdoppelt, und das immer wieder, bis durch einen Gewinn die Bilanz ausgeglichen wird. Obwohl dieses System in der Theorie unschlagbar ist: Finger weg! Sie brauchen dazu unter Umständen SEHR viel Geld, die Gewinnchancen sind systembedingt gering, und vor allem- die Obergrenzen beim Einsatz können dazu führen, daß Sie eine Menge verlieren, ohne Chance wieder auszugleichen!

Das Anti-Martingale-System ist ähnlich wie oben beschrieben, nur steigern Sie den Einsatz jeweils um einen Betrag, wenn Sie gewonnen haben, nicht wenn Sie verlieren. Hierzu brauchen Sie nicht die großen Geldmittel, Sie müssen aber die jeweiligen Steigerungen des Einsatzes planen. Diese Steigerungen hängen dann vom jeweiligen Spiel ab. Ein aufwendiges Verfahren, viel Spaß am Spiel bleibt da wohl nicht, und Fehler sind da schnell gemacht.

Das DŽAlembert-System ist eine Mischung aus den oben beschriebenen Methoden. Der Einsatz wird nach jedem Verlust um eine Einheit erhöht, entsprechend um eine Einheit verringert nach einem Gewinn.

Wie Joseph Jagger die Spielbank von Monte Carlo "sprengt"
In dieser amüsanten kleinen Geschichte erfahren Sie, wie eine winzige Unregelmäßigkeit in den Kesseln des Kasinos einen Supergewinn ermöglichte. Versuchen Sie es gar nicht erst selbst: Seit dem Jahr 1873 sind die Ausrüstungen der Kasinos so perfekt geworden, daß ein solcher Coup nicht mehr denkbar ist.

Den großen Angriff auf die Barreserven der Spielbank an der französischen Südküste startete Joseph Hobson Jagger, ein damals 42-jähriger Texilingenieur aus der kargen Landschaft Yorkshire in England im Jahre 1873. Sein technisch geschulter Verstand "drehte" sich im wahrsten Sinne des Wortes um die Mechanik des Roulette-Spieles. Seine Fragen ware etwa: Drehen sich die Roulette-Kessel wirklich gleichmäßig? Sind alle Felder mit den Zahlen jeweils exakt gleich groß? Entstanden die Zahlen des Spieles wirklich rein zufällig, oder gab es Zahlen die häufiger auftauchten als andere?

Nun begann Jagger seine Attacke auf das Kasino im großen Stil und militärisch präzise geplant. Er heuerte 6 Männer an, die während 12 langer Stunden an den Roulette-Tischen des Kasinos saßen und jede einzelne Nummer aufschrieben, die während eines Tages gefallen waren. Diese Masse an Daten wurde dann (Computer kannte man damals nicht!) während weiterer 6 Tage analysiert. Dabei ergab sich die Sensation: Während 5 Tische absolut zufällige Zahlenverteilung aufwiesen, gab es beim sechsten Tisch eine Unregelmäßigkeit: 9 Zahlen wurden deutlich häufiger erzielt, als alle anderen.

"Bewaffnet" mit dieser Erkenntnis startete Jagger seinen Angriff gegen das Kasino und gewann gleich am ersten Tag seiner Offensive stolze 70.000 US-Dollar. Am vierten Tag hatte er bereits atemberaubende 300.000 Dollar gewonnen, als das Kasino zum Gegenangriff blies. Listig hatte man die Kessel auf den verschiedenen Tischen vertauscht. Nach schweren Verlusten durchschaute Jagger den Trick, fand sein "Lieblingssystem" wieder und nannte in der Spitze einen Gewinn von 450.000 Dollar sein eigen- eine unvorstellbare Summe, die heute etwa 20 Millionen Dollar entspricht!

Jagger zog sich mit dieser Traumsumme aus Monte Carlo zurück, und hat danach-angeblich- nie wieder ein Spielkasino betreten. In England war der "Mann, der die Bank von Monte Carlo sprengte", (auch wenn dem vornehmen Kasino nie wirklich das Geld ausging!), eine ungeheuer volkstümliche und oft besungene Figur.

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